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Fairtrade

Miltenberg ist 100. Fairtrade-Town in Bayern

Die Auszeichnung zur Fairtrade-Town wurde von Ehrenbotschafter Manfred Holz im Namen von Fairtrade Deutschland (Trans Fair e.V.) am 8. November 2018 an die Stadt Miltenberg überreicht (Bild: Marlene Deß)

Am 15. November 2017 wurde im Stadtrat Miltenberg die Bewerbung um den Titel Fairtrade-Town beschlossen. Die lokale Steuerungsgruppe erstellte daraufhin unter Mitwirkung aller für die Erfüllung der Kriterien notwendigen Bereiche die Bewerbungsunterlagen. Auf Basis des langjährigen Engagements der Miltenberger, des Eine Welt Ladens, des Johannes- Butzbach-Gymnasiums sowie des Jugendhauses St. Kilian war es möglich, bereits ein Jahr nach Projektstart alle fünf Kriterien als Fairtrade-Town zu erfüllen. Am 8. November 2018 konnte Bürgermeister Helmut Demel die Auszeichnung "Faitrade-Town Miltenberg" entgegennehmen. Die Auszeichnung bedeutet nicht den erfolgreichen Abschluss eines Projekts, sondern ist vielmehr Zeichen und Verpflichtung für ein weiteres Engagement Miltenbergs für den Fairen Handel.

Seit vielen Jahren machen sich unzählige engagierte Bürger und Bürgerinnen für den Fairen Handel in Miltenberg stark, bieten Fair-Trade-Produkte an und informieren über die Wirkungsweisen des Fairen Handels. Dieses ausdauernde Engagement hat es ermöglicht, dass Fairhandels-Produkte inzwischen keine Nischenprodukte mehr sind. Sie werden in den gängigen Märkten angeboten und können an Siegeln erkannt werden.

Fairtrade-Towns setzen sich in guter Vernetzung zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft für den Fairen Handel vor Ort ein. Sie erfüllen fünf Kriterien, die nachgewiesen werden müssen:

  • Eine lokale Steuerungsgruppe wird gebildet (25.10.2017), die auf dem Weg zur Fairtrade-Town die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.
  • Die Stadt Miltenberg verabschiedet einen Stadtratsbeschluss (15.11.2017) zur Unterstützung des fairen Handels.

  • In lokalen Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten.

  • Produkte aus fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt.

  • Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Town.

Nachfolgende Geschäfte, Gastronomiebetriebe sowie öffentliche Einrichtungen etc. bieten Produkte aus fairem Handel an:

Geschäfte:
Eine-Welt-Laden
GoIn
MIKA-Kaffeerösterei
BioMarkt Hense
Aldi
Rewe

Gastronomiebetriebe:
Lena's Café
Café Bäckerei Hench
Flair Hotel Hopfengarten
Café Pfeffer

Öffentliche Einrichtungen:
Rathaus – Stadt Miltenberg
Cafeteria des Landratsamtes

Kirchengemeinden:
Jugendhaus St. Kilian
Evangelische Kirchengemeinde
Katholische Kirchengemeinde

Schule:
Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg

Vereine:
Lebendiges Miltenberg e.V.
Tennisclub Rot-Weiß 1900 Miltenberg e. V.
MCity Gewerbe und Tourismus Miltenberg e.V.

Mitglieder der Fairtrade-Town Steuerungsgruppe:
Helmut Demel
Angelina Kotschy
Leonie Speth
Anna Karl
Anette Dekant
Lukas Hartmann
Christoph Göldner
Dorothea Zöller
Ulrike Ackermann

 

Sie möchten in Ihrem gastronomischen Betrieb oder Einzelhandelsgeschäft auch Fairtrade Produkte anbieten. Dann kontaktieren Sie bitte:

Ulrike Ackermann
DREI AM MAIN
Miltenberg • Bürgstadt • Kleinheubach
Rathaus, Engelplatz 69
63897 Miltenberg in Churfranken

Tel. 09371 / 404 136

ackermann@miltenberg.info
#visitmiltenberg

Was sind Fairtrade-Towns?
Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen. Und das nicht ohne Grund, denn das Thema fairer Handel liegt im Trend: In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.

Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle, zunehmend auch bei der öffentlichen Beschaffung.

Für den Titel Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich 5 Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln.

 

Über TransFair e.V.:
TransFair e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Fairtrade in Deutschland repräsentiert. Seit der Gründung 1992 arbeiten Sie daran, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika über den fairen Handel zu unterstützen, so dass diese ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen selbstbestimmt verbessern können.

Durch Marketing-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit versucht TransFair in Deutschland noch mehr Handelspartner von den Vorteilen des fairen Handels zu überzeugen und eine breitere Unterstützung durch Zivilgesellschaft und Advocacy-Arbeit zu erreichen.

In den Kampagnen thematisieren sie Handelsungerechtigkeit und verdeutlichen anschaulich, wie Fairtrade das Leben der Menschen in den Anbauländern verbessern kann, während sie sich mit Engagierten aller Altersgruppen bundesweit vernetzen. Mit den Handelspartnern arbeiten sie eng zusammen und bieten attraktive Informations-Materialien und hilfreiche Serviceleistungen für die Vermarktung gesigelter Produkte.

Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet sind, werden nach den internationalen Standards von Fairtrade International angebaut und gehandelt.  

Das bedeutet, dass Fairtrade-Produzenten von garantierten Mindestpreisen und einer Fairtrade-Prämie profitieren, was u. a. durch die Fairtrade Towns-Initiative unterstützt wird.